Auf diesen Seiten findet man die Wilhelmshavener
Sehenswürdigkeiten
in alphabetischer Reihenfolge. Wegen der vielen erwähnenswerten
Dinge
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wir um eine entsprechende ::Mitteilung.
Adalbertdenkmal
Das Adalbertdenkmal an der Südseite des ::Adalbertplatz
ist dem ersten Admiral der
preußischen
Marine
und Mitinitiator der Gründung Wilhelmshavens Prinz Adalbert von
Preußen (1811-1873)
gewidmet. Adalbert von Preußen gilt
als Begründer der deutschen Marine. 1848 erhielt er von seinem
Vetter König Friedrich Wilhelm IV. den Vorsitz der
Marine-Kommission, die Vorschläge zur
Bildung einer
preußischen Marine vorlegen sollte. In einer Denkschrift
skizzierte er die Aufgaben einer preußischen
Marine. In ihr sah er sowohl die Verteidigung der eigenen Küste
als auch
den Schutz
der preußischen und späteren deutschen Handelsinteressen in
Übersee vor. 1849 wurde er der
Oberbefehlshaber der preußischen Kriegsschiffe. 1853 erfolgte die
Ernennung zum Admiral der preußischen Küsten. Auf seine
Initiative erwarb Preußen mit dem Jade-Vertrag von 20. Juli 1853 ein
313 Hektar großes Gebiet vom
Großherzogtum Oldenburg, um am Nordwestrand des Jadebusen einen
Kriegshafen zu bauen. Am
23. November 1854 reiste Adalbert von Preußen
höchstpersönlich in das "Königlich Preußische
Jadegebiet" und übernahm das Gebiet als Abgesandter des
preußischen Königs.
Die 3 m hohe Bronzestatue zeigt
Adalbert in Uniform mit Marinesäbel. Den Marinemantel hat er
über einen hinter ihm stehenden Festmacher geworfen. In der
rechten Hand trägt er ein Beobachtungfernrohr. Die linke Hand
umschließt den Säbelgriff. Die Statue wurde von dem
Berliner Bildhauer Karl
Schuler
entworfen und 1882 in der bekannten Kunstgießerei Lauchhammer in
Lauchhammer gegossen. Die Statue steht auf einem ca. 2,50 m hohen
Marmorsockel, der auf jeder Seite ein Relief zeigt. Das vordere Relief
zeigt den preußischen Adler, die linke und rechte Seite zeigt je
ein Relief mit dem Geburtsdatum und dem Sterbedatum des Prinzen. Auf
der Rückseite des Sockels ist die folgende Widmung angebracht:
"Ihrem verewigten / Oberbefehlshaber / Dem Admiral / Prinzen Wilhelm /
Heinrich Adalbert / von Preussen / In dankbarer Erinnerung / Die
Kaiserliche Marine". Die Einweihung des Denkmals erfolgte am 16.
September 1882.
Finanziert wurde es
aus
freiwilligen Beiträgen der Offiziere, Beamten und Mannschaften der
Kaiserlichen Marine. ::Virtual Earth
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Adalbertplatz
Der
Adalbertplatz ist nach dem Begründer der deutschen Marine und
Mitinitiator der Gründung Wilhelmshaven Prinz Adalbert von
Preußen (1811-1873) benannt. Der Platz ist
eigentlich eine
Straße
mit zwei Fahrbahnen, die in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts nach
dem
Vorbild der Straße "Unter den Linden" in Berlin angelegt wurde.
Bereits im ersten Stadtplan von 1874 sind Straße und Platz
verzeichnet. Der
Platz zwischen den Fahrbahnen war zunächst Paradeplatz, wurde
jedoch
später zu einer Gartenanlage umgestaltet. Die im
neoklassizistischen
Stil erbauten Häuser ( "Zwölfmännerhaus") am
Adalbertplatz
wurden als Wohnungen für die Marineoffiziere verwendet. Durch die
Zerstörungen
des 2. Weltkrieg konnten nur drei dieser Häuser erhalten werden.
Eines
dient heute wieder als Offiziersheim der Wilhelmshavener
Marinegarnison. Am Südende des Platzes an der Marktstraße
befindet sich seit 1882 das ::Denkmal
des
Prinzen Adalbert von Preußen. Auf der anderen Seite der hier
entlang führenden Marktstraße beginnt der ::Friedrich-Wilhelm-Platz.
Im nördlichen Teil des Adalbertplatz steht das Kunstwerk ::Tor III, direkt in
unmittelbarer Nähe der ::Kunsthalle
Wilhelmshaven. ::Virtual Earth
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Aldenburger
Friedhof
Der 14 Hektar große Aldenburger Friedhof wurde
1908 als Friedhof der Gemeinde Bant eingeweiht. Auf dem
parkähnlich angelegten städtischen
Friedhof
im Ortsteil Aldenburg gibt es gleich mehrere Gedenkstätten.
Im Westteil des Friedhofs befinden sich die Grabstätten von
Zwangsarbeitern des KZ Wilhelmshavens, das ein Außenkommando des
KZ Neuengamme bei
Hamburg war. Nach 1945 wurde ein
Teil der Verstorbenen exhumiert und in ihre Heimatländer
überführt. Das Sammelgrab wird heute durch
eine Reihe großer Grabplatten gekennzeichnet, auf denen die Namen
der Bestatteten verzeichnet sind.
In der Nähe ist ein weiteres Mahnmal vorhanden, das den Wilhelmshavener Opfern des
Nationalsozialismus gewidmet ist. Das 1947 errichtete Mahnmal besteht
aus dem ca. 3 m hohen Sockel des
früheren Coligny-Denkmales
mit einer darauf
befindlichen
Schale. Auf dem Sockel sind die Namen der Bürger verzeichnet,
die während der Herrschaft des "Dritten Reiches" in
Konzentrationslagern
und Straflagern der Nationalsozialisten ihr
Leben lassen mussten. Unter Ihnen viele, die wegen ihrer
jüdischen Religionszugehörigkeit umgekommen sind.
Im südlichen Teil des Friedhofes liegt der Aldenburger
Ehrenhain, eine Begräbnisstätte, die den zahlreichen zivilen
Bombenopfern des 2.
Weltkrieges
gewidmet ist. In mehreren Reihengräbern liegen hier 237 Menschen,
die durch die Folgen der zahlreichen Luftangriffe alliierter
Streitkräfte
umkamen. ::Virtual Earth
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Amtsgericht
Wilhelmshaven
Das alte Amtsgericht in
der Marktstraße 15 ist eines der ältesten Häuser in
Wilhelmshaven. Das mit Backsteinen errichtete Gebäude wurde vom
oldenburgischen Architekten Ludwig Klingenberg entworfen und am 15.
Oktober 1878 bezogen. Zu dieser Zeit gehörte das Amtsgericht noch
zum Amt Wittmund, jedoch wurde für die aufstrebende Stadt
Wilhelmshaven ein eigenes Gerichtgebäude gebaut. Anfang der 1980er
Jahre erhielt das Gebäude einen Anbau, da der Platz im alten
Gebäudeteil nicht mehr ausreichte. Die Grundsteinlegung erfolgte
am 10. September 1982 und das Richtfest konnte am 21. Februar 1983
gefeiert werden. Im Juli/August 1984 bezog man den neuen
Gebäudeteil. Anschließend erfolgte die Restaurierung des
historischen Gebäudeteils, die Ende 1985 abgeschlossen werden
konnte. Die Einweihung des gesamten Gebäudekomplexes fand am 18.
November 1985 statt. Zur Einweihung wurde das sich vor dem Gebäude
befindende Kunstwerk ::Gericht und
Recht des oldenburger
Künstlers Udo Reimann der Öffentlichkeit übergeben.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Umfeld des Amtsgerichts sind die
bereits im April 1984 von der Stadt Wilhelmshaven gepflanzte
Gerichtslinde und die original ::Britische
Telefonzelle, die ein Geschenk
der schottischen Partnerstadt Dunfermline ist. ::Virtual Earth
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Anna
Anna ist eine etwa 1 m hohen Skulptur, die
der
Künstler
H. J. Beyer 1953 als Ersatz für die vermisste Skulptur
"Grete" von ::Hein
und Grete im Kurpark erschuf. Die ursprüngliche
Partnerin von Hein war nach einem der vielen Luftangriffe am Ende des
2. Weltkriegs verschwunden und galt als
zerstört. Kurz nach der Aufstellung von Anna fand man die
vermisste "Grete" unbeschädigt im
Schlamm des Schwanenteiches
auf und stellte sie an ihrem ursprünglichen Ort
auf.
Die "Anna" musste weichen. Sie erhielt 1954 einen neuen Platz im ::Rüstringer
Stadtpark
in der Nähe des Rosenhügels. Dort stand sie bis 1986 und litt
durch diese abgelegende Lage unter häufigen Vandalismus. Seit
einer vorgenommenen Restaurierung durch Rolf Gruß im
Frühjahr 1987
befindet sie sich auf halben Weg
zwischen
dem Bootshaus am Stadtpark und dem Eingang zum ::Rosarium. ::Virtual Earth
Antennenträger
der
Verkehrszentrale des WSA Wilhelmshaven
Auf der Schleuseninsel hinter der ::Signalstation an
der
ehemaligen 1. Einfahrt befindet sich seit 1976/1977 ein
freistehender Turm aus Stahlbeton, der als ::Antennenträger für die Verkehrszentrale
des Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Wilhelmshaven dient. Der 114 m
hohe Antennenträger versorgt die Verkehrszentrale mit den
Radarinformationen aller Radartürme der Jade und der Deutschen
Bucht und wickelt die gesamte Kommunikation der Verkehrszentrale mit
der Seeschifffahrt ab. Der Turm erforderte eine aufwendige
Gründung und hat an seinem Fuß einen Durchmesser von 6 m.
Die Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven betreiben auf dem
Turm in 65 m Höhe eine bewegliche ::Webcam, die
stündlich aktualisierte Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln ins
Internet stellt. Über einen Bilder-Rückblick kann man sich
die gesamten Bilder des aktuellen Tages anzeigen lassen. ::Virtual Earth
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Aquarium
Das Groß-Aquarium an der
Südstrandpromenade
ist seit seinem Umbau im Jahre 2001/2002 sicherlich ein
Hauptanziehungspunkt
Wilhelmshavens. Vor allem das neue offene Seehundbecken mit seinen
drei Seehunden ist ein Publikumsmagnet. Das Seehundbecken ist mit
seinen 300.000 Litern Nordseewasser das größte Becken des
Aquariums und kann aus 2 Perspektiven erkundet werden. Aus der
Überwasserperspektive schaut man von einer über das Becken
verlaufenden Brücke in das Becken und seinen kleinen
Außenbeckenbereich. Aus der Unterwasserperspektive bewegt man
sich quasi trockenen Fußes durch das Seehundbecken und kann die
tauchenden Tiere unter Wasser aus
nächster Nähe beobachten.
Die Geschichte des
Seewasseraquariums
beginnt mit der Eröffnung am 11. April 1927 im Keller der neu
erbauten
Strandhalle. Beim Umbau und der Vergrößerung der Strandhalle
im Jahr 1938 findet das Seewasseraquarium einen neuen,
größeren
Raum unter der Terrasse der Strandhalle. Auch der kleine Wasserturm,
der
heute noch die Uhrzeit für den Südstrand anzeigt, entsteht in
dieser Zeit. Aufgrund des 2. Weltkrieges wurde das Seewasseraquarium
nie
ganz fertig gestellt. Erst nach dem Krieg wurde der Bau vollendet und
im
August 1950 fand die Wiedereröffnung statt. Die fast 40 Aquarien
waren
mit hiesigem Jade-Meerwasser gefüllt und zeigten
ausschließlich
heimische Meereslebewesen. Im Zuge der Umgestaltung der
Südstrandpromenade
wurde 1987/88 das Seewasseraquarium in die neue Gestaltung einbezogen
und
erhielt als Hauptattraktion ein Seehundbecken.
Im Jahre 2001/2002 wurde das Seewasseraquarium im Rahmen
eines Investitionsvorhabens zusammen mit der
denkmalgeschützten Strandhalle komplett umgestaltet und
wesentlich erweitert. Durch die Zusammenlegung des
bisherigen Seewasseraquariums mit der Strandhalle und einem
Erweiterungsbau auf dem Gelände der ehemaligen
Strandhallenterrasse entstand ein modernes Schauaquarium
inklusive angeschlossener Gastronomie und eigenständigem
Kinderspielbereich. Wiedereröffnung wurde zum "Wochenende an
der Jade" am 2. Juli 2002 gefeiert. In den modernen Anlagen
mit über 500.000 Litern Meeres- und Süßwasser werden
Seehunde, Pinguine, Brillen-Kaimane, Haie und unzählige
andere Meeresbewohner
gezeigt. Neben dem bereits erwähnten Seehundbecken ist das
große subtropisch/tropische "Fischgesellschaftsbecken" mit seinen
200.000 Litern Heimat von rund 120 verschiedenen Fischarten. Auch in
diesem Becken kann der Lebensraum der Meeresbewohner aus der
Unterwasserperspektive betrachtet werden. Neben den beiden
"Superbecken" werden zahlreiche weitere kleinere Schaubecken mit zum
Teil skurrilen Unterwasserbewohnern gezeigt.
::Virtual Earth
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Südstrand 123 - 26382
Wilhelmshaven
Tel.: 04421 / 50 66 444
Öffnungszeiten:
täglich 10-18 Uhr
Weitere Informationen im Internet:
::Aquarium Wilhelmshaven
Arngast-Leuchtturm
Der rot-weiß-rote
Leuchtturm Arngast liegt inmitten
des Jadebusens auf einer Sandbank der früheren Insel Arngast. Der
Name des Leuchtfeuers erinnert an den ehemaligen kleinen Ort Arngast,
der im 17. Jahrhundert durch schwere Sturmfluten zerstört wurde.
Noch 1882 bestanden zwei kleine Restinseln, die aber inzwischen auch
verschwunden sind. Der Leuchtturm entstand 1909/1910
als Orientierungs-/Leitfeuer für die Jade und steht ungefähr dort, wo sich damals die Kirche
des Ortes Arngast befand. Bis 1967 war der Turm mit einer
ständigen
Wache besetzt. Seither wird das ::Leuchtfeuer
vom Wasser- und Schifffahrtsamt fernbetrieben und -überwacht.
Das
markante
Seezeichen ist rund 4,5 km vom Wilhelmshavener Südstrand entfernt
und von der Südstrandpromenade gut zu
sehen. Seit 2003 steht der 36,27 m hohe Leuchtturm unter
Denkmalschutz.
1
Auftauchen
1974 wurde die
Leitung der bis
dahin eigenständigen Marinearsenale von Wilhelmshaven und Kiel
zusammengelegt. Wilhelmshaven erhielt die zentrale Leitung mit einem
leitenden Direktor für beide Arsenalbetriebe. Diese Entscheidung
machte es notwendig, ein neues Verwaltungsgebäude auf dem
Gelände des Wilhelmshavener Marinearsenals zu bauen. Der Neubau,
der am 19. September 1984 bezogen werden konnte, wurde als Randbebauung
direkt an die Gökerstraße geplant und schloss sich
unmittelbar an den nördlichen Flügel des
denkmalgeschützten Werfttors 1 an.
In dem zur
Gökerstraße offenen Innenhof des Gebäudes befindet sich
die Bronzeskulptur "Auftauchen" von Prof. Eberhard Linke aus Saulheim.
Die beeindruckende Plastik im Innenhof hat eine Höhe von 2,30m und
ist ungefähr 1,80m breit. Sie soll mit ihrer Darstellung die
Bewegung des Ansteigens symbolisieren.
Grundlage war für Prof. Linke die
Assoziation an auftauchende Objekte.
::Virtual Earth
1
Ausstellung
"Der Pottwal von Baltrum"
Seit dem Juli 1997
werden in Wilhelmshaven das Skelett und Organe eines am 4.
November 1994 vor der ostfriesischen Insel Baltrum gestrandeten
Pottwals
gezeigt. Pottwale leben nicht in der Nordsee, denn sie bevorzugen die
Tiefsee.
Der Pottwal von Baltrum war wahrscheinlich auf dem Weg nach Süden
in wärmere
Gewässer als er sich in die "flache" Nordsee verirrte. Im immer
flacher werdenden Wattenmeer vor
Baltrum
verlor er ungültig die Orientierung und strandete auf einer
Sandbank. Dort
starb
er.
Wissenschaftler aus Deutschland und den Niederlanden untersuchten den
40 t schweren Wal. Sie entnahmen ihm die inneren Organe und retteten
sie
so vor der Verwesung. Das Herz, Bronchialbaum, Kehlkopf und
Speiseröhre,
sowie Blasloch und Penis wurden in Heidelberg mit dem neuartigen
"Plastinationsverfahren"
konserviert. Die 150 Einzelteile des Skeletts wurden in Wilhelmshaven
gesäubert
und von der Schwanzflosse wurde ein Abguss erstellt. Alle Einzelteile des Skeletts sind so dargeboten,
das sie einerseits die riesige Größe des Meeressäugers
verdeutlichen, andererseits den Eindruck harmonischer Offenheit
vermitteln, und überdies das Gefühl vermitteln, im Inneren
des gewaltigen Tieres zu sein. Alleine der 1,5 m breite
Skelettschädel wiegt rund 500 kg. Umgeben
ist das Wal-Skelett von den
größten konservierten Organen der Welt - Herz, Bronchien,
Penis und Blasloch des Wals. Weiter wird die Ausstellung durch eine
Vielfalt ergänzender Darstellungen und Informationen abgerundet.
Alle diese
Dinge
sind nun Bestandteil der Wilhelmshavener Ausstellung mit dem Titel
"wal.welten", die zuerst in
einem
Ausstellungsgebäude direkt am Südstrand untergebracht war, ab
Juni 2001 dann jahrelang im ::Küstenmuseum
Wilhelmshaven
am Bontekai (ehem. Jahnhalle) zu sehen war und nun ab Juni 2011 in
neuer Umgebung im ::Wattenmeer
Besucherzentrum
ein Zuhause findet. Zusätzlich zu Skelett und Organen werden
interessant
aufbereitete
Informationen zu den Themen Evolution des Wals, Walschutz und Walfang
gezeigt.
Videofilme zum Thema Wale und Aufzeichnungen von Walgesängen
runden
die Ausstellung ab.
::Virtual Earth
Ausstellung
"Kunst im Ratrium"
Seit 2007 ist ein Großteil der Wilhelmshavener Stadtverwaltung
wieder im völlig neu gestalteten RATRium am Rathausplatz 10
untergebracht. In der 2. Etage des Gebäudes befindet sich das
Kulturbüro der Stadt Wilhelmshaven. Im großflächigen Foyer des
Kulturbüros werden seit April 2008 wechselnde Kunstausstellungen
gezeigt. Pro Jahr sind jeweils bis zu sechs Einzel- oder Gruppenausstellungen
geplant. Die Ausstellungen sollen Künstlern aus Wilhelmshaven und Friesland die Gelegenheit geben,
sich und ihre
Kunst der Öffentlichkeit zu präsentieren. Feste
Größe im Konzept ist eine jährliche Ausstellung mit
Bildern aus der Gemäldesammlung der Stadt Wilhelmshaven, einer
Sammlung, die durch
das Kulturbüro verwaltet wird. Der ersten Ausstellung "Wege" mit
Bildern aus der Gemäldesammlung der Stadt (April 2008) folgten die
Ausstellungen "Seven Years" mit Bildern von Z. Sarah Stellmach, "Hand
in Hand" mit Fotos von Axel Biewer, "Hautnah - Passion in Kohle"
mit Bildern von Gerhard Rose, "Fantasie und
Meer" mit Öl- und Acrylbildern von Grete Straub (März 2009), "Menschenbilder"
mit Ölbildern von Heike Eilts (Juli 2009), "Nordwind" mit Kunstwerken der Airbrushgruppe Nordwind
Wilhelmshaven (November 2009), "Container" mit Bildern von
Klaus Henicz (April 2010), "Im Meer von immer mehr" mit Photographien vom Rainer M. Brieskorn
(Oktober 2010) sowie "Kunst im Doppelpack" mit Bildern von
Dagmar Braun-Kirchen und Bärbel Meiners (Dezember 2010). Das
Interesse der Öffentlichkeit an den Ausstellungen nimmt stetig zu,
was auch an den hohen Besucherzahlen zu den Vernissagen der
Ausstellungen zu sehen ist. Zur Zeit findet keine aktuelle Ausstellung statt.
Öffnungszeiten:
Montag-Donnerstag 8.00-15.30 Uhr
Freitag 8.00-12.30 Uhr
Tel.: 04421 / 16-1428
Ausstellung
"Wilhelmshavener Verkehrsgeschichte"
Der Verein Wilhelmshavener Verkehrsgeschichte e.V. hat es sich zur
Aufgabe gemacht, Informationen zur Verkehrsgeschichte der Region
Wilhelmshaven zusammen zutragen. Mit seiner Ausstellung erinnert er an
die Wilhelmshavener Straßenbahn, die Vorortbahn oder die
Omnibusbetriebe der Region. Ein Schwerpunkt bildet dabei der
Nordwestdeutsche Fahrzeugbau Wilhelmshaven (NWF). Der 1946
gegründete Nutzfahrzeughersteller mit Sitz in Wilhelmshaven baute
hauptsächlich Omnibusse und war Anfang der 1950er Jahren einer der
größten Arbeitgeber in Wilhelmshaven. Die informative
Ausstellung befindet sich in den Räumen des Vereins im
Bavaria-Haus an der Rheinstr. 14. Hier in der Nähe der
Kaiser-Wilhelm-Brücke werden die vom Verein zusammen getragenen
Informationen, Fotos, Modelle im Maßstab 1:20 und weitere
Exponate gezeigt. Der Verein verfügt auch über mehrere
Großexponate, u.a. einen stromlinienförmigen Traditionsbus
vom Typ NWF-Leichtbus BK aus dem Jahre 1954, einen der ersten Omnibusse
mit dem damals für den Omnibusbau wegweisenden Konzept einer
selbsttragende Konstruktion. Der restaurierte fahrbereite Bus wird bei
verschiedenen Ereignissen, so z.B. bei der "Langen Nacht der Museen"
als Transportmittel eingesetzt und ist für den Verein ein
wichtiges Aushängeschild.
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Öffnungszeiten:
nach Vereinbarung
Tel.: 04421 / 4 39 94
Weitere Informationen im Internet:
::Wilhelmshavener
Verkehrsgeschichte
Bahnhof
West
Der Bahnhof Wilhelmshaven-West in der Jeverschen
Straße 28 ist
ein ehemaliger Personenbahnhof an der Eisenbahnstrecke
Wilhelmshaven-Oldenburg. Das
Bahnhofsgebäude liegt im heutigen Wilhelmshavener Stadtteil Bant,
wurde aber
am 1.10.1908 als
Bahnhof der oldenburgischen Gemeinde Bant in Betrieb genommen. Rund zwei
Jahre
später erhielt er nach der Vereinigung der Gemeinden Bant, Heppens
und Neuende zur oldenburgischen Stadt Rüstringen die Bezeichnung
"Bahnhof Rüstringen". Diese Bezeichnung verlor er bereits 1937
wieder, als
die beiden Jadestädte Wilhelmshaven und Rüstringen durch das
"Gesetz über Groß-Hamburg und andere
Gebietsbereinigungen" zur Stadt Wilhelmshaven
zwangsvereinigt
wurden. Ab dem Zeitpunkt der Vereinigung bis
zu seiner
Stilllegung am 21. Mai 1966 führte
er die Bezeichnung "Bahnhof Wilhelmshaven-West"
oder kurz "Bahnhof West". Den stärksten Verkehr erlebte der
Bahnhof 1947 als 192.518 Fahrkarten verkauft wurden. 1965 waren es nur
noch 6.373 Fahrkarten. Heute steht das Gebäude
unter Denkmalschutz und wird zum einen Teil von dem gleichnamigen
Restaurant mit Biergarten "Bahnhof
West" genutzt. Der andere Teil dient dem ältesten Verein
Wilhelmshavens, dem Wilhelmshavener Schützenverein von 1861 e.V.
als Vereinsheim und Schießstand. ::Virtual Earth
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Banter
Kirche
Die
evangelisch-lutherische
Banter Kirche befindet sich an der Werftstraße in Höhe der
Anton-Müller-Straße. Die Planungen für die Kirche
entstanden nach der offiziellen
Gründung der
Kirchengemeinde
Bant am 1. April 1886. Die Grundsteinlegung erfolgte am 7. Juni 1899 im
Beisein des
Großherzogs
von Oldenburg Nikolaus Friedrich Peter. Der Kirchenbau wurde nach den
Bauplänen des damaligen
Oberbauinspektors
Freese aus Oldenburg gebaut und am 20. Dezember 1900 eingeweiht. Sie
ist
eine typische Vertreterin des Eisenacher Regulativs, der gegen Ende des
19. Jahrhunderts erlassenen Kirchenbauverordnung. Im 2. Weltkrieg wurde
die Banter Kirche bei einem Bombenangriff am 15. Oktober 1944 schwer
beschädigt. Alleine der Taufstein, die Kanzel und die
Kirchenbänke entgingen den Bomben und stehen heute unter
Denkmalschutz. Die Behebung der
Zerstörungen der Kirche dauerten bis 1953. Die Kirchenfenster nach
einem Entwurf von Hermann Oekten stammen aus dem Jahre 1952. Die Orgel
von 1953 stammt von der Wilhelmshavener Orgelbaufirma Führer. 1978/79 erfolgte eine grundlegende Renovierung der
Kirche.
Im Vorraum der Kirche befindet sich die Fotografie eines Sargdeckels,
der bei Ausgrabungen auf der ehemaligen Banter Kirchenwurt gefunden
wurde. Mit der Fotografie der Grabplatte will die Kirchengemeinde auf
die ursprüngliche Banter Kirche hinweisen, die bei der Antoniflut
1511 mit dem Dorf Bant untergegangen ist. Am Standort der
ursprünglichen Kirche ist heute die ::Banter Ruine
zu sehen. ::Virtual Earth
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Banter
Ruine
Auf der Wurt des ehemaligen
mittelalterlichen
Banter Kirchhofes wurden bei Ausgrabungen
in den Jahren 1863/1865 Steinsärge
entdeckt, die in der damaligen wissenschaftlichen Forschung Aufsehen
erregten.
Die Steinsärge befinden sich heute im Oldenburger Landesmuseum. In
zeitgenössischen Berichten hieß es: "Im August 1863 wurde
der Sarg Nr. 1 an der Südostseite, der nicht weit davon gelegene
Sargdeckel im Frühjahr 1864 aufgefunden und ausgegraben. ... Das
Relief des Sargdeckels, welches in seiner Zusammenstellung auf einen
Würdenträger der Kirche hinweist, hat im Allgemeinen eine
symmetrische Zeichnung. Auffallend ist die Abweichung der
Abschlusslinie an dem gabelförmigen Teil des Kreuzstabes in
der Mitte des Reliefs. Im Sarge befanden sich zwei Schädel und
einige Knochenreste". Weitere Ausgrabungen folgten, bei denen der
Grundriss einer
einschiffigen gotischen Kirche freigelegt werden konnte. Der damalige
Wilhelmshavener
Verschönerungsverein veranlasste 1889 die Freilegung der
Fundamente
des alten Kirchenschiffes und rekonstruierte einen Teil der
Mauerfundamente
und der halbrunden Apsis. Die künstliche Ruine hat die leicht
erhöhte
Kirchenwurt an der Jadeallee in der Nähe des heutigen Grodendammes
ohne Zweifel
erhalten. ::Virtual Earth
1
Banter
See
Der heutige Banter See
gehörte bis 1945 als
West- und Zwischenhafen zum Hafengebiet von Wilhelmshaven. An der
Nordseite dieses ehemaligen Hafengebietes befanden sich große
Kai- und
Rüstungsanlagen. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden
sämtliche militärischen Anlagen durch umfangreiche und
gründliche Sprengungen unbrauchbar gemacht und die einzelnen
Hafenbecken wurden durch Dämme aus Trümmerschutt voneinander
getrennt. Durch eine dieser Aufschüttungen zwischen Großen
Hafen und Zwischenhafen (heutiger
Grodendamm) entsteht der Banter See. Der
See hat heute noch einen leichten Salzgehalt (Brackwasser), da der
Grodendamm teilweise durchlässig ist und so ein Wasseraustausch
mit dem salzhaltigen Wasser des Großen Hafen stattfindet.
Der Banter See hat sich seit der Abtrennung vom restlichen Hafengebiet
als Naherholungsziel der Wilhelmshavener Bürger entwickelt.
Kleingartenanlagen, Vereine und das Freibad "Klein-Wangerooge"
prägen das Bild.
Weiterhin gibt es im Banter See eine einzigartige Kolonie von
Flussseeschwalben auf künstlichen Inseln, die von Wissenschaftlern
der ::Vogelwarte
Helgoland vor mehr als 20
Jahren gebaut wurden. Seit zwölf Jahren untersuchen die Forscher
das Leben der Seeschwalben mit modernster Technik. Forscher in aller
Welt reißen sich um die Daten aus Wilhelmshaven, denn solche
jahrzehntelangen Beobachtungen an Vögeln sind höchst selten.
Die Forschungsergebnisse kommen vor allem den Flussseeschwalben selbst
zu Gute. Denn mit diesen Daten lernen Naturschützer zum ersten Mal
das Verhalten der bedrohten Vögel richtig kennen und können
sie so wirkungsvoller schützen.
Der Banter See ist außerdem auch als Tauchrevier über die
Region
hinaus bekannt. Direkt am Nordufer des Sees hat der Unterwasser-Club
Manta e.V. sein Vereinshaus. Der Banter See bietet sowohl dem
ungeübten als auch dem geübten Taucher etwas. Mitglieder des
UWC Manta haben interessante Tauchobjekte im See dokumentiert und
stellen diese Dokumentation auf den Internetseiten des Vereins zur
Verfügung.
::Virtual Earth
Weitere Informationen im Internet:
::UWC-Manta
::Panorama
Banter
Werftarbeitersiedlung
Die Banter
Werftarbeitersiedlung ist heute die größte in Deutschland noch
erhaltende
Arbeitersiedlung aus dem 19. Jahrhundert.
Die unter
Denkmalschutz gestellte Siedlung wurde zwischen 1871 und 1879 von
Adolph de Cousser, einem Ziegeleibesitzer aus Hahn im Ammerland gebaut.
De Cousser erkannte den Bedarf an Wohnraum für die bei der
Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven tätigen Arbeiter. Im
preußischen Wilhelmshaven war der Wohnraum knapp und so baute de
Cousser an der Grenze zu Wilhelmshaven auf oldenburgischem Gebiet
einstöckige Doppelhäuser aus Klinker seiner Ziegelei. Die
kostengünstigen Wohnhäuser waren zwar nur ca. 50 m²
groß, hatten jedoch alle einen eigenen kleinen Garten sowie ein
sauberes Umfeld durch gepflasterte Straßen und einer
Entwässerung zum Banter Siel. Der Erfolg blieb nicht aus. Die
Werftarbeiter, viele von ihnen stammten aus den eher dörflich
geprägten preußischen Ostgebieten, zogen die kleinen
Häuser den Wilhelmshavener Mietskasernen eindeutig vor. Die kleine
Siedlung erhielt nach dem Deutsch-Französischen Krieg den Namen
Belfort. Die Preußische Admiralität kaufte 1874/1875 alle
bis dahin erstellten 107 Zweifamilienhäuser- und 9
Vierfamilienhäuser und erteilte de Cousser ab 1874 den Auftrag
für weitere 35 Doppelhäuser; ab 1876 für nochmals 88
Doppelhäuser südlich der Bahnlinie. Die Baukosten pro Wohnung
wurden vertraglich auf 1250 Reichstaler begrenzt. Die so in weniger als
10 Jahren entstandene Siedlung mit ihren rund 500 Wohnungen war die
Keimzelle für die am 1. November 1879 gegründete
oldenburgische Gemeinde Bant. Um ihren außerordentlichen
baugeschichtlichen Charakter zu erhalten, wurde die komplette
Siedlung 1975 unter Denkmalschutz gestellt. Die Häuser der Siedlung befinden sich, grob beschrieben, in einem Rechteck,
welches im Osten durch die Werftstraße, im Süden durch die
Weserstraße, im Westen vom Banter Weg sowie im Norden von der
Peterstraße begrenzt und durch die Bahnlinie
Wilhelmshaven/Oldenburg in zwei Hälften unterteilt wird. ::Virtual Earth
1
Berliner
Bär
Der Berliner
Bär ist die Granitskulptur eines auf zwei Beinen stehenden
Bären, die sich seit 1963 auf einer größeren
Verkehrsinsel an der Nordseite der Kortekreuzung
(Bismarckstr./Gökerstr./Knorrstr.) befindet. Gestiftet wurde die von Johann Schulz
geschaffene Skulptur allerdings bereits
1950 von den Wilhelmshavener Kanu-Freunden. Die Skulptur ist zusammen
mit ihrem Klinkersockel rund 2,10 m hoch und symbolisiert die enge
Verbundenheit der Wilhelmshavener
Bürger mit der geteilten Stadt Berlin. Der Klinkersockel zeigt
eine Tafel
mit der Eintragung "Berlin 511 KM", die die Entfernungsangabe Berlin -
Wilhelmshaven angibt, sowie eine Tafel mit der Eintragung "Gestiftet
von den Wilhelmshavener Kanu-Freunden e.V. 1950". Über den
Standort der Skulptur bis zur ihrer Aufstellung im Bereich der
Kortekreuzung ist nichts bekannt. Der stehende Berliner Bär ist
das weltweit
bekannte Symbol der Stadt Berlin. Das älteste Stadtsiegel Berlins
mit zwei stehenden Bären geht auf das Jahr 1280 zurück. Der
Legende nach lebten seinerzeit im sumpfigen Berliner Siedlungsgebiet
Braunbären. ::Virtual Earth
1 2
Berliner
Platz
Der
Berliner Platz liegt im
Dreieck zwischen
der Bismarckstraße, dem Mühlenweg und der Berliner
Straße.
Auf ihm wurde 1967 das vom Wilhelmshavener Architekt Dipl.-Ing.
Hans-Günther Harms entworfende Mahnmal
errichtet, das an die Situation der geteilten Stadt Berlin nach dem
Bau der Berliner Mauer vom August 1961 erinnert. Der Entwurf von Harms für das
Mahnmal war der Gewinner eines von der Stadt ausgelobten
Ideenwettbewerbes mit der Aufgabenstellung: "Auf dem Platz soll eine
Plastik erstellt werden, die das derzeitige Schicksal Berlins
versinnbildlicht und ein Symbol des Ringens der ehemaligen Hauptstadt
um Freiheit und Frieden darstellt".
Das Mahnmal besteht aus zwei einzelnen 6 m hohen
Stahlbetonhalbbögen,
die sich über ein symbolisch angedeutetes Stück der
"Berliner Mauer" treffen und so die Mauer und Trennung
überbrücken. Ein
17 m x 14 m großes und 60 cm tiefes Wasserbecken neben diesem
Ensemble
rundet
den Platz ab und erhöht die Wirkung durch seine Spiegelung. Das
Wasserbecken, von Harms zunächst kleiner konzipiert, wurde auf
Wunsch der Wilhelmshavener Stadtväter vergrößert, um
die Verbindung Wilhelmshavens zur alten Reichshauptstadt zu
verdeutlichen.
Auf der westlichen Spitze des Berliner Platzes wird jedes Jahr in der
Vor-/Weihnachtszeit die "Norwegische Freundschaftstanne" aufgestellt.
Sie ist ein Geschenk der Druiden-Loge "Jade Veritas" und ihrer
Partnerloge "Selago" aus Kristiansand/Norwegen. Der Brauch wird bereits
seit 1972 betrieben - ursprünglich auf dem Bahnhofsvorplatz -, nun
schon seit etlichen Jahren auf dem Berliner Platz.
1978 erhielt der Platz an der Ecke Berliner Str. und Bismarckstr. eine
"Litfaßsäule" im Original Berliner Stil. Die
Litfaßsäule ist eine Stiftung der Stadt Berlin an die Bürger Wilhelmshavens. Auf ihr wurden zunächst Plakate zu
Berliner
Veranstaltungen geklebt. Heute werden nur noch lokale Veranstaltungen
beworben.
Nach dem Fall der Berliner Mauer und der anschließenden
Wiedervereinigung Deutschlands wurde dem Mahnmal ein Hinweis auf diese
Ereignisse hinzugefügt. Der
Hinweis
wurde an dem Fragment der "Berliner Mauer" im Bereich des Wasserbeckens
angebracht und trägt die Daten von
Mauerfall und Wiedervereinigung "9.11.1989" und "3.10.1990"
sowie den knappen Zusatz "DIE MAUER TRENNT NICHT MEHR". Die
Enthüllung des Hinweises erfolgte am 3. Oktober 1990 im Rahmen der
Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. ::Virtual Earth
1
Berliner
Trinkbrunnen
Der
Berliner Trinkbrunnen befindet sich in der ::Fußgängerzone
im Kreuzungsbereich der Markt- und Parkstraße. Der Trinkbrunnen
ist eine Schenkung der Stadtwerke Wilhelmshaven GmbH zum
125jährigen Stadtjubiläum im Jahr 1994. Der aus graublau
emailliertem Gusseisen bestehende Trinkbrunnen ist nach dem Vorbild der
traditionellen Berliner Trinkbrunnen hergestellt, die die Berliner
Wasserbetriebe seit 1985 überall in Berlin wieder aufstellen. Zu
den inzwischen über 20 Trinkbrunnen in Berlin kommen nochmal
über 120 identische Brunnen in anderen deutschen und
ausländischen Städten.
Der von dem Dipl.-Ing. Architekt Siegfried Kaiser gestaltete Brunnen
hat eine Höhe von 1,55 m und ist als ständig sprudelnder
Brunnen konstruiert. Die Brunnenschale liegt auf fünf
übereinander gestapelten verschieden breiten Zylindern, die zu
einer Säule gestaltet wurden. Auf den Säulenabschnitten sind
Reliefdarstellungen zu sehen, die Aufbereitung des Grundwassers zu
Trinkwasser zeigen.
Der unterste Säulenabschnitt stellt die Wasser führende
Erdschichten mit senkrechten Grundwasserbrunnen dar. Im darüber
liegenden Relief ist das Versprühen und Belüften des
Rohwassers im Wasserwerk abgebildet. In einer weiteren Bildsequenz wird
das Filtern des Wassers im Filterbecken symbolisiert. Die
Reliefdarstellung zeigt einen Trinkwasserbehälter und eine Pumpe
im Wasserwerk. Im nächsten Säulenabschnitt ist das verzweigte
Rohleitungsnetz mit Hydrant und Schieber zu sehen, deren Deckel von den
Gehwegen her bekannt sind. Ein weiteres Bild symbolisiert den
Wasserkreislauf der Natur mit Regen, Gewässern und Grundwasser.
Grundwasser ist der Rohstoff des Trinkwassers.
Der Schalenkopf mit einem Bügel, einem Trinksprudler und einem
Auffangsieb bildet den oberen Abschluss des Trinkbrunnens. Der
Trinksprudler besitzt einen Bronzekopf mit einer vertieft liegenden
Wasserdüse, die direkt mit dem Wilhelmshavener Trinkwassernetz der
Marke "Feldhauser Strudel" verbunden ist. Der kleine Wasserstrahl
lädt nicht nur in den Sommermonaten die Wilhelmshavener und ihre
Besucher zum Wassertrinken ein.
Bocciaspieler
Die
ca. 3 m hohe Bronzeskulptur
eines athletischen Bocciaspielers
wurde zunächst im Sommer 1979 anlässlich einer
Kunstausstellung zusammen mit anderen
Objekten in der Fußgängerzone der Marktstraße gezeigt.
Die Figur des Künstlers
Michael
Schwarze aus Nümbrecht wurde dann 1980 von der Stadt Wilhelmshaven
angekauft und auf der Grünfläche an der Paul-Hug-Straße
zwischen Kieler Straße und Mozartstraße aufgestellt. Die
Überbetonung bestimmter
körperlicher
Fähigkeiten und Spezialisierungen soll die gleichzeitige Verarmung
geistiger Fähigkeiten und menschlicher
Werte verdeutlichen. ::Virtual Earth
1 2
Bogenspannerin
Die
Skulptur einer nackten
jungen Frau, die einen
Bogen spannt, ist die Nachbildung einer
Bronzestatue,
die im Original in der Wilhelmshavener Patenstadt Bydgoszcz (dem
früheren
Bromberg)
in Polen steht. Das vom Bilderhauer Ferdinand
Lepcke (1866-1909) geschaffene Werk wurde
von der Stadt Bromberg für 5840 Mark erworben und im September
1910 im Stadttheatergarten in Bromberg
enthüllt. Das nackte Fräulein erregte in den
nachfolgenden Jahren immer wieder die Gemüter der Bromberger
Bürger. Das bogenschießende Fräulein hat in Deutschland
einige Kopien. Die Wilhelmshavener Kopie entstand 1982 im Auftrag des Wilhelmshavener
"Bromberger Heimatkreises" von einer
weiteren Kopie in Coburg. Sie wurde der Stadt
Wilhelmshaven gestiftet und auf dem
Störtebekerplatz
gegenüber
dem RATRium (Bismarckstr. / Ecke Am Rathausplatz) aufgestellt. ::Virtual Earth
1 2 3 4
Bontekai
Der Bontekai ist eine Kaianlage auf der Nordseite des
"Großen Hafens" zwischen ::Deichbrücke
und ::Kaiser-Wilhelm-Brücke.
Der Bontekai erhielt seinen Namen nach dem am 10. April 1940 bei der
Invasion von Norwegen gefallenen "Führer der Zerstörer"
Kommodore Friedrich Bonte (1896-1940). Der Kai war im 2. Weltkrieg
Liegeplatz der Zerstörer, dessen Befehlshaber Bonte von 1939-1940
war.
Seitdem der "Große Hafen" kaum noch hafenwirtschaftlich genutzt
wird, sind um das Hafenbecken große Flächen mit attraktiven
Wohnhäusern bebaut worden. Zwischen Wohnbebauung und Hafenbecken
entstand am Bontekai eine Flaniermeile, die die Wilhelmshaven City mit
dem ::Südstrand
und
der Südstrandpromenade verbindet. Am Bontekai selbst befinden sich
mehrere Sehenswürdigkeiten, darunter die zwei Museumsschiffe ::Feuerschiff Weser und ::Kapitän Meyer,
das
Heimschiff "Arcona" der Marinekameradschaft v. 1894, das ::Küstenmuseum
Wilhelmshaven und die virtuelle Unterwasserwelt ::OCEANIS. Mehrmals im
Jahr
strömen Tausende von Besuchern an den Bontekai, insbesondere zu
den Großveranstaltungen ::Wochenende
an der Jade und dem ::JadeWeserPort-Cup,
aber auch zu einzelnen Veranstaltungen wie den häufig vorkommenden
Besuchen von Großseglern wie der "Sedov" oder der "Mir" oder
sportlichen Veranstaltungen wie dem NordseeMan-Triathlon. Zu den
Großveranstaltungen "Wochenende an der Jade" und dem
"JadeWeserPort-Cup" präsentiert sich der Bontekai als eine
großartige Kulisse für Schiffe aller Art, zu sehen sind
Traditionssegler, Dampf- & Museumsschiffe sowie Arbeitsschiffe
heutiger Prägung. 2006 wurden der Bontekai für 700.000 EUR
durch eine Vorplattung aufwendig saniert. ::Virtual Earth
1 2 3
Bonteplatz
Der Bonteplatz ist ein kleiner Platz in der Mitte des ::Bontekais am "Großen Hafen". Auf dem
Bonteplatz ist die Original Schiffsschraube des Saugbaggers "Eduard
Steckhan" zu besichtigen. Und direkt zwischen den beiden Hafentreppen
am Platz befindet sich das Oberteil einer ausgemusterten
Steuerbordtonne. Zu den Großveranstaltungen "Wochenende an der
Jade" und dem
"JadeWeserPort-Cup" steht hier eine der Livebühnen, auf der
Gottesdienste stattfinden und Kleinkünstler, Shantychöre und
Musikgruppen aller Couleur auftreten. ::Virtual Earth
Botanischer
Garten mit Tropenhaus
Der
Pflanzengarten an der Gökerstraße 125 in Höhe der
Fichtestraße ist der kleinste Botanische Garten Deutschlands. Vorläufer
des Botanischen Garten war der von dem Schullehrer Hinrich
Schmidt 1912-1914 geschaffene Schulgarten auf dem Gelände
der Grodenschule. Der Schulgarten auf einer Fläche von rund
500 m² diente der Unterrichtung und Unterweisung der
Schüler. Während des 1. Weltkrieges blieb der Schulgarten
sich selbst überlassen und diente hauptsächlich der
Eigenversorgung. Erst 1922 gelang es Georg Harms, einem
weiteren Lehrer der Grodenschule, den Schulgarten wieder als
Lehrgarten zu nutzen. Anfang der 1930er Jahren wurde die
Anlage des Schulgartens auf nunmehr 1550 m² vergrößert und
neu gestaltet.
Im 2. Weltkrieg wurden die Grodenschule und ihr Schulgarten
bei schweren Bombenangriffen fast vollständig zerstört. Nach
dem 2. Weltkrieg entwickelte Georg Harms Pläne zu einem
neuen Schulgarten auf dem
Gelände der ehemaligen Grodenschule. Auf Grundlage
seiner
Vorschläge genehmigte der Rat der Stadt 1947 einen
Haupt-Schulgarten, der später zum Botanischen Garten umgestaltet
wurde. Auf einer
Fläche
von nur 8500 m² vermittelt er heute ein buntes Bild von ca. 2500
meist heimischen Pflanzenarten. Das Kernstück des Garten ist der
sogen. Pflanzensoziologische Garten. In diesem Teil des Botanischen
Gartens werden auf fest definierten Flächen die Pflanzen eines
heimischen Bereiches vorgestellt. Hierzu wurden die Flächen so
hergerichtet, dass sie den Lebensbedingungen der Pflanzengemeinschaften
möglichst detailgetreu entsprechen. So wurde z.B. der Untergrund
der Pflanzen der Dünengemeinschaft aus dem Sand des Geniusstrands
geschaffen und der Untergrund der Pflanzen der Schuttgemeinschaft mit
Gesteinstrümmern alter Gebäude angereichert. Die folgenden
Pflanzengemeinschaften der nordwestdeutschen Region sind im Garten zu
sehen: Grodengemeinschaft, Dünengemeinschaft,
Marsch-Fettwiesengemeinschaft, Feldgemeinschaft, Waldgemeinschaft,
Heidegemeinschaft, Trockenwiesengemeinschaft, Schuttgemeinschaft,
Teichgemeinschaft, Moorgemeinschaft.
Im Frühjahr 1972 wurde der Botanische Garten um ein
230 m² großes Tropenhaus mit der Unterteilung temperiertes
Haus und Warmhaus erweitert. 1980 kam ein Kalthaus mit Seerosenbecken
und Sukkulentensammlung hinzu.
Hier werden eine kleine aber feine Auswahl an Pflanzen aus den
wärmeren Regionen der Erde (Mittelmeerraum, Tropen und Subtropen)
gezeigt. 2012 begeht der Botanische Garten ein Jubiläum, denn dann wird sein
100. Geburtstag gefeiert.
Der Botanische Garten ist an jedem Tag der Woche und in jedem Monat des
Jahres geöffnet. Der Eintritt in den Garten und in das Tropenhaus ist
kostenlos, auch wenn man sich über eine kleine Spende
sicherlich freut. Öffentliche Führungen werden jeweils am
1. Sonntag des Monat durchgeführt. Zusätzliche Führungen
sind nach Voranmeldung möglich. Der Botanische Garten gehört
zum Bildungs- und Kulturbereich der Stadt Wilhelmshaven. ::Virtual Earth
1 2 3 4 5 6 7
Tel.: 04421 / 304543
Fax: 04421 / 304543
::Öffnungszeiten
Homepage:
::Botanischer
Garten Wilhelmshaven
Britische
Telefonzelle
Vor
dem ::Amtsgericht
Wilhelmshaven in der Marktstraße 15 befindet sich ein
Originalexemplar der bekannten roten Telefonzelle, die 1929 von dem
britischen Architekten Sir Giles Gilbert Scott für die britische
Postbehörde entworfen worden. Das Telefonhäuschen vom Typ K6
ist ein Geschenk der schottischen Stadt Dunfermline, mit der
Wilhelmshaven seit 1979 eine ::Städtepartnerschaft
verbindet. Von den ursprünglich 95.000 in Großbritannien
aufgestellten Telefonzellen fallen immer mehr dem
Mobilfunkzeitalter zum Opfer. Sie werden inzwischen selbst auf der
Insel immer seltener. Das Wilhelmshavener Exemplar wurde nach ihrer
Aufstellung von der Deutschen Telekom mit einem "deutschen" Telefon
ausgestattet und ist bis heute vandalismusabhängig in Betrieb. ::Virtual Earth
1 2
Bromberger
Gedenkstätte
Die Bromberger Gedenkstätte befindet sich seit August 1967 im
Ostteil des ::Ehrenfriedhof am
::Rüstringer
Stadtpark. Die Gedenkstätte erinnert an die Toten der
Wilhelmshavener Patenstadt Bromberg. 1961 folgte die Stadt
Wilhelmshaven mit der Übernahme einer Patenschaft einer
ehemaligen ostdeutschen Stadt dem Beispiel vieler anderer
westdeutscher Städte, die den Flüchtlingen und
Heimatvertriebenen aus den früheren
::Ostgebieten des Deutschen Reiches eine stellvertretende
Heimat geben wollten. Die Wilhelmshavener Wahl fiel auf die Stadt Bromberg,
die bis 1919 die Hauptstadt des damaligen preußischen
Regierungsbezirks Bromberg war. Das ehemalige Bromberg ist
heute unter dem polnischen Namen Bydgoszcz die Hauptstadt
der polnischen
::Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen und hat rund
350.000 Einwohner. Viele ehemalige Bromberger wurden nach
dem 2. Weltkrieg im nordwestdeutschen Raum ansässig, einige
davon in Wilhelmshaven. So entwickelten sich Kontakte
zwischen der Stadt und den Vertretern der Heimatkreise
Bromberg-Stadt und Bromberg-Land. Am 10. September 1961
erfolgte die offizielle Übernahme der Patenschaft mit dem 1.
Bundestreffen der Bromberger vom 9. bis 11. September 1961
in Wilhelmshaven. Zu den sogenannten Bromberger Tagen
reisten jährlich rund 700 bis 1000 ehemalige Bromberger oder
mit Bromberg Verbundene aus der ganzen Bundesrepublik nach
Wilhelmshaven. 1967 erfolgte dann beim 7. Bundestreffen der
Bromberger die Einweihung der Gedenkstätte. Die vom Garten
und Friedhofsamt entworfene Stele trägt die Inschrift: "Sie
sind an Brahe und Weichsel in heimischer Erde geborgen, in
Krieg und Vertreibung durch wilden Wahn schuldlos gefallen,
oder sie schlafen, fern ihrer Heimat, entgegen dem ewigen
Morgen. Herr über Leben und Tod, gib Gnade und Heimat uns
allen. Den Bromberger Toten." Nach der deutschen
Wiedervereinigung wurden vielfältige Kontakte zur polnischen
Stadt hergestellt, die 2006 zu einer offiziellen
Städtepartnerschaft zwischen Bydgoszcz und Wilhelmshaven
führten. ::Virtual Earth
Brunnen
am Europaring
Der Brunnen
am Europaring steht im nach seinen europäischen Straßennamen
benannten Europaviertel. Aufgrund
seiner abgelegenen Lage kennen selbst die wenigsten
Wilhelmshavener diesen Brunnen. Der von Rolf Klann geschaffene Brunnen
wurde 1975 beim Bau des Europaviertels von der Wilhelmshavener Spar-
und Baugesellschaft e.G. in Auftrag gegeben. Der Brunnen besteht aus
einer ca. 3 m hohen konischen Säule aus Waschbeton, aus deren
Spitze Wasser austritt und über viele unterschiedlich hoch
angeordnete Kupfergefäße in ein 4 m breites Rundbecken
hinab plätschert.
::Virtual Earth
1 2
Bunkermuseum
Das auf private Initiative basierende
Projekt zum Aufbau eines Bunkermuseums in
Wilhelmshaven hat seinen Standort auf dem Gelände des
Luftschutzbunkers
"Norderneylager" am Ende der Heppenser Straße im Stadtteil
Heppens. Der 1939/1940 gebaute Sechzehneck-Luftschutzturm aus
massivem Stahlbeton in Braunschweiger Bewehrung hat einen Durchmesser
von 16,20 m und eine Höhe von 25,00 Meter. Die Turmspitze ist
mit einem Beobachtungsstand ausgestattet, von dem aus Beobachtungen
während der Bombenangriffe weiter gemeldet werden konnten. Auf
acht Ebenen fanden max. 1.500 Personen Schutz. Der Bunker steht seit
Dezember 2002 als Einzelbaudenkmal unter Schutz. Im Turmbunker selbst
befindet sich die private Dauerausstellung zu Themen rund um den
Luftschutz des II. Weltkrieges. Auf dem Gelände
neben dem Bunker "Norderneylager" können noch zwei weitere
Kleinstbunker besichtigt werden. Bei den beiden Kleinstbunkern handelt
es sich um eine so genannte transportable Splitterschutzzelle für maximal
3 Personen und um einen transportablen
Splitterschutzunterstand für maximal 5 Personen, der als
Brandwache der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven diente. Führungen
durch das Bunkermuseum erfolgen Sonntags um 15, 16 und 17 Uhr.
::Virtual Earth
Kontakt: 0178 / 13 21 593
Homepage: Bunkermuseum
Wilhelmshaven
Burg
Kniphausen
Die Burg Kniphausen
ist eine ehemalige Burganlage im Stadtgebiet von
Wilhelmshaven, die als Sitz einer mittelalterlichen
Häuptlingsherrschaft
und der daraus hervorgegangenen "Herrlichkeit In- und Kniphausen"
diente.
Die Burganlage wird im Jahr 1438 erbaut, damals noch unter dem
Namen
Burg Knipens. In der Sächsischen Fehde, einem in den Jahren 1514
bis
1517 geführten Krieg, wird die Burg zerstört. In den
darauffolgenden
Jahren wird die Burganlage an gleicher Stelle wiederaufgebaut und mit
einem
Festungsgraben umgeben. Verschiedene Nebengebäude, u.a. das
heutige
Torhaus und der Marstall mit dem markanten Zwiebelturm entstehen in
dieser
Zeit. 1708 werden die inneren Burganlagen durch einen Brand völlig
zerstört. Die Nutzung der Anlage verlagert sich auf die vom Brand
verschonten Nebengebäude. Diese heute noch erhaltenden
Nebengebäude
wurden 1990 vollständig restauriert und dienen heute teilweise als
Wohngebäude. Der Marstall mit seinem Ahnensaal und den
dazugehörigen
Räumen werden von der Stiftung Burg Kniphausen für wechselnde
Kulturveranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Auch Trauungen in den
Räumlichkeiten werden angeboten. Eine Burgschänke sorgt
für
das leibliche Wohl. ::Virtual Earth
1 2 3
Celona Skulpturen
Die fünf Celona Skulpturen befinden sich am westlichen Rand
der Grünanlage des
::Friedrich-Wilhelm-Platzes, direkt gegenüber dem
Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) von Wilhelmshaven. Die
Skulpturen
entstanden vom 18. bis 27. Juni 2004 während eines von dem
Gastronomie-Betrieb "Cafe & Bar Celona" organisierten
Bildhauersymposiums auf der "Rambla" in der Bahnhofsstraße
zwischen dem ehemaligen Karstadtgebäude und der
::Nordseepassage. Fünf renommierte Bildhauerinnen und
Bildhauer sowie der Initiator der Aktion Irmin Burdekat
arbeiteten 10 Tage lang unter freiem Himmel und befreiten
unter den Augen der Öffentlichkeit sechs Skulpturen aus den
sechs schweren Steinbrocken, die zu Anfang rund eine Tonne
wogen. Die unterschiedlichen Bildhauertätigkeiten während
der Entstehung der Skulpturen vermittelte dem zuschauenden
Publikum erste Einblicke in die Bildhauerei. Gespräche mit
den Künstlern waren ausdrücklich erwünscht. Die am
Bildhauersymposium beteiligten Künstler mit ihren
Marmorskulpturen waren Simona de Lorenzo (Neapel, Italien)
mit "Danza al chiaro di Luna (Tanz bei Mondschein)",
Sibylle Pasche (Zürich, Schweiz) mit "Gletschermühlen", Giuliano Orlandi (Carrara, Italien) mit "Il
vento (Der Wind)", Detmar tom Diek (Oldenburg, Deutschland) mit
"Deutsch-italienische Berührung", Francesco Mazzotti (Carrara, Italien) mit
"Paesaggio ignoto (Unbekannter Spaziergang)" sowie Irmin Burdekat (Bad
Zwischenahn, Deutschland) mit "Esprita". Im Oktober 2004
wurden fünf dieser steinerne Kunstwerke an ihren heutigen
Standort aufgestellt. Drei Skulpturen stehen am Rand der
Virchowstraße, zwei weitere am Parkweg zum Café Köhler
Gelände. Die ursprüngliche Idee, die Skulpturen an
unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet aufzustellen,
wurde aus unbekannten Gründen nicht weiter verfolgt. ::Virtual Earth
Christus-
und Garnisonkirche
Der preußische
König Wilhelm I. von Preußen weihte
am 17. Juni 1869 den neu erbauten Hafen inklusive der anschließenden Siedlung
ein und taufte ihn auf den Namen Wilhelmshaven. Während dieses
Aufenthaltes
wurde in einem feierlichen Akt auch der Grundstein der evangelischen
Garnisonkirche
in Anwesenheit der Großherzöge von Oldenburg und
Mecklenburg,
Prinz Adalbert, Bismarck, Roon und Moltke gelegt. Die Kirche wurde nach
den Plänen des Architekten Friedrich Adler gebaut und am 19. Mai
1872
als Elisabethkirche eingeweiht. Ihren Namen verdankt sie der Frau von
König
Friedrich Wilhelm IV. Der Backsteinbau mit seinen gotischen Formen und
einem massiven Glockenturm über der Vierung bot 1000 bis 1200
Sitzplätze. 1889 ließ Kaiser Wilhelm II. erste Gedenktafeln an den
Seitenwänden des Längshauses anbringen. Weitere kamen hinzu.
Sie erinnern an historische Ereignisse, bei denen
Marineangehörige ums Leben kamen.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Garnisonkirche als
Marine-Gedächtniskirche
ausgestattet. Traditionsflaggen, Schiffswappen, Bojen und allerlei
andere
maritime Andenken wurden im ihrem Inneren ausgestellt. Zum Gedenken an
die Skagerrakschlacht schuf Prof. Schnars-Alquist das Altarbild "Durch
das Kreuz zum Licht". Nach dem 2. Weltkrieg wurde die durch Bomben
schwer
beschädigte Kirche notdürftig wiederhergestellt, musste jedoch im
Herbst 1957 wegen gefährlicher Baufälligkeit geschlossen
werden. Kurz vor der baupolizeilichen Schließung wurde im
Juni 1957 ein Mahnmal für die in den Weltkriegen gefallenen
Marineangehörigen eingeweiht. Es befindet sich im nördlichen
Querhaus der Kirche und wurde als symbolische Grabstätte für
einen unbekannten Marinesoldaten – stellvertretend für alle
anderen Gefallenden – gestaltet.
Erst nach dem Übergang aus dem Eigentum des Bundes an die
evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Jahr 1959 begann die
endgültige Instandsetzung. Das Gotteshaus der
Kirchengemeinde, die Christuskirche an der Ecke
Peterstraße/Adalbertstraße, war im Krieg ebenfalls schwer
beschädigt worden und musste abgebrochen werden. Aus der als Garnisonkirche dienende
Elisabethkirche wurde so die Christus- und Garnisonkirche.
Von Juli 2010 bis Dezember 2011 wurde die Kirche von Grund
auf saniert. Dabei wurde insbesondere die Außenhülle der
Kirche überprüft, und es wurden zahlreiche Fugen und
Formsteine erneuert. Der Giebel der Kirche wurde neu mit
Kupfer abgedeckt und der gesamte Chorbereich mit Schiefer
neu eingedeckt. Im Innenbereich wurde ein neues
energiesparendes Heizungssystem installiert, so dass die
alten Heizschächte vor den Wänden entfielen und die nun
indirekt beheizten Sitzbänke näher an die Mauern gestellt
werden konnten. Der Mittelgang konnte aufgrund dieser
Maßnahme deutlich verbreitert werden. Weiterhin wurden die
Beleuchtung und die Beschallung der Kirche technisch
modernisiert. Der Altarraum wurde neu gestaltet sowie die
Wände und Decken der Kirche gesäubert und neu bemalt. Zum
dritten
Advent 2011 zog die Kirchengemeinde unter großer Anteilnahme
der Wilhelmshavener Bevölkerung wieder in ihre Kirche ein.
Gottesdienste finden an jedem Sonntag um 10 Uhr statt.
An der Nordseite der Kirche befindet sich ein historisch
bedeutsamer
::Höhenfestpunkt. ::Virtual Earth
1 2 3 4
Öffnungszeiten:
1. Juni bis 31. Oktober: täglich 8 bis 18 Uhr
1. November bis 31. Mai: täglich 9 bis 17 Uhr
Tel.: 04421 / 41943
Homepage:
::Christus und Garnisonkirche Wilhelmshaven
Deichbrücke
Die
Deichbrücke an der Jadeallee ist eine zwischen
1906 und 1908 entstandene asymmetrische Straßendrehbrücke
mit fester Zufahrtsbrücke aus genietetem Stahlfachwerk. Wie die
ein Jahr früher in Betrieb genommene Kaiser-Wilhelm-Brücke
wurde die Deichbrücke im Rahmen der
großen Süderweiterung von der Firma MAN in Nürnberg
errichtet. Architekt war der Regierungsbaumeister Paul Thorbahn. In den
Konstruktionsplänen von 1905 wird sie als
"Eisenbahndrehbrücke am städtischen Friedhof" bezeichnet, da
sich 1905 auf der Gelände neben dem heutigen Pumpwerk der
städtische Friedhof befand. Die gesamte Länge der
Drehbrücke beträgt
40,65 m, wobei die Brückelänge asymmetrisch im
Verhältnis 1:2 aufgeteilt ist. Der längere Teil ist 27,10 m,
der kürzere Teil ist 13,55 m lang. Die Deichbrücke liegt an
der Nahtstelle zwischen
Großem Hafen und Handelshafen und verbindet die Wilhelmshavener
Südstadt mit den südlich gelegenen Freizeitgebieten am
Südstrand und dem Banter See. Der ursprüngliche
Hartholzbohlenbelag mit den zwei Eisenbahngleisen wurde 1968 gegen die
heutige
Fahrbahn ausgetauscht. Die Brücke hat eine eigene Ampelanlage und
wird vor dem Ausschwenken durch elektrische Schranken gesperrt. Die
Brücke ist aus hafenwirtschaftlicher Sicht ein neuralgischer Punkt
für den Schiffsverkehr, da das Fahrwasser bei der Brücke
nicht
gerade, sondern in einen leichten Knick verläuft. ::Virtual Earth
1 2 3
Denkmal
für das kaiserliche II. Seebataillon
Das Denkmal
für die Gefallenen des II. Seebataillons befindet sich
auf der Nordseite der Peterstraße zwischen der Virchowstr. und
dem ::Adalbertplatz. Ursprünglich
wurden die Seebataillone als Seesoldaten an Bord der
Kriegsschiffe verwendet, später wurden sie hauptsächlich als
Interventionstruppe in den deutschen Kolonien eingesetzt. Auf dem am
13. Mai 1902 eingeweihten Denkmal thront ein großer Bronzeadler
mit
Kaiserkrone und Schutzschild, den Kaiser Wilhelm II. persönlich
entworfen
haben soll. Eine Bronzetafel auf der Vorderseite enthält die Namen der
Vermissten, Verstorbenen und Gefallenen des II. Seebataillon von
1878 (Untergang S.M.S. Grosser Kurfürst bei Folkestone), 1885
(Untergang S.M.S. Augusta im Golf von Aden) sowie 1900
(China-Expedition). Später wurde eine weitere
Granitplatte am Sockel befestigt, auf der den im I. Weltkrieg
gefallenen Offizieren und Mannschaften des Marineinfantrieregimentes 2
gedacht wird. Der ursprüngliche Standort des Denkmals befand sich
auf dem Hof der Jachmann-Kaserne. Bereits 1907 wurde das Seebataillon
in die Kasernenanlage an der Gökerstraße verlegt und das
Denkmal folgte ihr. Vermutlich wurde es mit der Auflösung des
Seebataillons in den 1920er Jahren auf den heutigen Standort verbracht.
1 2
Denkmal
für die kaiserliche II. Matrosendivision
Das Denkmal für die Gefallenen der kaiserlichen II.
Matrosendivision wurde am 12. Februar 1903 auf dem Gelände der
Stammkaserne an der Ostfriesenstr. (heute Hannoversche Str.)
eingeweiht.
Eigentlich sollte die Einweihung bereits einige Tage eher zum
Geburtstag von Kaiser Wilhelm II. am 27. Januar 1903 stattfinden,
Frostwetter machte es aber unmöglich, diesen Termin zu halten. Der
Entwurf stammt von dem Baumeister Albert Niemann und wurde wie das
Denkmal für das kaiserliche II. Seebataillon durch die Oldenburger
Firma Högl hergestellt. Die Matrosendivisionen der Kaiserlichen
Marine waren für die
Ausbildung des seemännischen und infanteristische Ausbildung der
Marine zuständig. Es gab zwei Matrosendivisionen, die I.
Matrosendivision war in Kiel, die II. Matrosendivision war hier in
Wilhelmshaven stationiert. Das Denkmal wurde aus freiwilligen Spenden
bezahlt. Nach wechselnden Standorten steht das
Denkmal jetzt auf dem Freigelände des ::Deutschen
Marinemuseums am Südstrand.
1
Denkmal
für die kaiserliche II. Werftdivision
Das Denkmal für die Gefallenen der kaiserlichen II.
Werftdivision befindet sich heute auf dem Gelände des ::Marinestützpunkt
Heppenser Groden. . Das von ::Fritz
Schumacher entworfene
Werftdivisionsdenkmal wurde ursprünglich am 17.01.1909 eingeweiht.
Die kaiserliche II. Werftdivision wurde aus den nichtseemännischen
Personal der kaiserlichen Marine gebildet. Zu diesem Personal
gehörten die Maschinisten und Heizer, aber auch Berufsgruppen wie
Sanitäter, Handwerker und Marine-Ingenieure. Auch hier wurde das
Denkmal wie die beiden vorhergehenden anderen Denkmäler der
kaiserlichen Marine aus freiwilligen Spenden
finanziert. Der Form nach stellt das Denkmal ein Portal dar. In der
ursprünglichen Version trug es in der Mitte des Portals einen
Bronzeadler, der aber nach mehreren Umzügen verschollen ist.
Vorgängerstandorte waren das Kasernement der 2. Werftdivision,
der späteren Graf-Spee – Kaserne, die Kasernenanlage
Mühlenweg und die Kasernenanlage Ebkerige.
Denkmal
zur Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz
Auf der
Ostseite der
Freiligrathstr. in Höhe der Straße "Beim Pumpwerk"
steht seit dem 5. Mai 1999 ein Mahnmal, welches den Opfern der
nationalsozialistischen Militärjustiz gewidmet ist. An der Stelle
östlich des Mahnmals befand sich bis zum Ende des 2. Weltkrieges
der Schießstand des Militärstandortes Wilhelmshaven. Auf dem
Gelände dieses Schießstandes wurden während des 2.
Weltkrieges eine unbekannte Anzahl deutscher Soldaten durch
Erschießungskommandos der Kriegsmarine exekutiert.
Das Mahnmal von dem Wilhelmshavener Künstler Hans-Georg
Wölbern stellt das ca. 3 x 3 m große Fragment eines
Schiffsrumpfes aus eisernen Spanten und Planken dar. Auf den Planken
befindet sich der folgende Gedenktext: "Auf diesem Gelände befand
sich bis zur Befreiung vom Nationalsozialismus der Schießstand
des Militärstandortes Wilhelmshaven. Eine unbekannte Anzahl
deutscher Soldaten wurde hier während des Zweiten Weltkrieges
durch Erschießungskommandos der Kriegsmarine exekutiert.
Nachgewiesen sind 54 Hinrichtungen in der Zeit von 1943 bis 1945. Die
Leichen wurden zum Friedhof Aldenburg verbracht. Die von der
nationalsozialistischen Militärjustiz "im Namen des Volkes" wegen
Wehrkraftzersetzung, Gehorsamsverweigerung, Desertion und nach der
Volksschädlingsverordnung verhängten Todesurteile bezweckten
"die Aufrechterhaltung der Manneszucht". Terror gegen die eigenen
Soldaten sollte die Weiterführung des von Deutschland
entfesselten, verbrecherischen Krieges gewährleisten. Die letzte
Hinrichtung fand am 5. Mai 1945 statt, wenige Stunden vor dem Ende des
Krieges. Diese Tafel wurde errichtet, um den Opfern die Achtung zu
erweisen, die ihnen bis jetzt nicht gewährt wurde. Wilhelmshaven
1999." ::Virtual Earth
1
Denkmal
zur Erinnerung an die Opfer des Bauvorhabens Ems-Jade-Kanal
In der Südstadt
am alten Banter Hafen befindet sich ein
Ankerdenkmal, das an die vielen Menschen erinnern soll, die beim
Bauvorhaben des Ems-Jade-Kanals
in den Jahren 1880 bis 1888 zu Tode
kamen. Der genaue Standort liegt innerhalb einer kleinen
Grünanlage an der Havermonikenstraße, ganz in der Nähe
der Gaststätte "Blühende Schiffahrt". Das vom
Bürgerverein Bant von 1881 e.V. gestiftete Denkmal wurde am 1. Mai
1991 eingeweiht. ::Virtual Earth
Der
hohe Senat
Der hohe Senat ist
eine Skulpturengruppe in der Ahrstraße/Höhe
Weserstraße. Die Gruppe besteht aus fünf unterschiedlich
hohen silberfarbenen Säulen, die mit rot abgesetzten Flächen
versehen sind. Die Gruppe wurde im November 2005 von dem in Potsdam
aufgewachsenen und heute in Sande bei Wilhelmshaven lebenden Maler,
Bildhauer und Designer Achim Bredin entworfen und von der Firma Navitek
hergestellt. ::Virtual Earth
1 2
Der
"Steiger"
Einen
Blick zurück riskiert der "Steiger", der im vierten von
fünf Geschossen der neuen Hauptstelle der Sparkasse Wilhelmshaven
eine
Pause macht. Die fast 3,5 m große Bronze-Plastik an der
Fassade
der ::Sparkassenzentrale
ist das Werk des Malers und Bildhauers ::Rainer Fetting,
der
31.12.1949 in Wilhelmshaven geboren wurde. Die bekannteste Skulptur des
international
anerkannten Künstlers, der abwechselnd in New York und Berlin lebt
und arbeitet, ist die überlebensgroße Willy-Brandt-Figur vor
der Berliner Parteizentrale der SPD. Die in gleicher Technik
entstandene
Skulptur des Fassadenkletterers in Wilhelmshaven wurde zur
Eröffnung
der neuen Hauptstelle der Sparkasse Wilhelmshaven am 8. Mai 2000 in
Beisein
des Künstlers und seinem Modell Ole am ::Theaterplatz
enthüllt.
In einem Wettbewerb zur Namesfindung wurde dann in Absprache mit dem
Künstler
der Name "Der Steiger" ausgewählt. ::Virtual Earth
1 2 3
Deutsches
Marinemuseum
Am
Südstrand Nr. 125, in
unmittelbarer
Nähe
der Kaiser-Wilhelm-Brücke, befindet sich das am 24.04.1998
eröffnete
"Deutsche Marinemuseum". Das Museum ist in der ehemaligen
Scheibenhof-Werkstatt,
einem im Jahre 1888 für die Kaiserliche Werft errichtetem
Gebäude,
untergebracht und zeigt dort auf ca. 1400 m²
Ausstellungsfläche
mehr als 1000 Exponate zur Geschichte der Deutschen Marine seit 1848.
Das Museumskonzept unter dem
Motto "Menschen,
Zeiten, Schiffe" beabsichtigt, den Besuchern die 150jährige
Geschichte
der deutschen Marine in ihren politischen, technischen und sozialen
Dimensionen
zu vermitteln. Der Besucher erlebt eine spannende Reise von der
Gründung
der Flotte des Deutschen Bundes nach der Revolution 1848 hinein in die
Wirren zweier Weltkriege bis hin zur heutigen Deutschen Marine und
deren
Aufgaben. Die Reise folgt der o.g. chronologischen Gliederung
und
umfasst drei Epochenräume, die in einem barrierefreien Rundweg
begehbar sind:
Raum 1 - Marinen im Nationalstaat 1848 - 1914
Raum 2 - Zeitalter der Weltkriege 1914 - 1945
Raum 3 - Marinen im Bündnis 1945 - heute.
Das Museum verfügt
außerdem über
ein 3000 m² großes
Freigelände, das direkt am
Verbindungshafen
gelegen ist. Hier können u.a. das U-Boot "U10" und das
detailgetreu
wiederhergestellte Minenjagdboot "Weilheim" besichtigt werden.
Als größte Attraktion liegt seit dem 24. Juni 2005 der
ehemalige Lenkwaffenzerstörer MÖLDERS fest beim Deutschen
Marinemuseum. Das Schiff wurde durch das Marinearsenal Wilhelmshaven,
auf dessen Gelände es für die museale Nutzung vorbereitet
wurde, und die Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz, in deren Bestand
es aufgenommen wurde, in die Verantwortung des Museums übergeben.
Das Schiff ist das größte Museumskriegsschiff Deutschlands
und steht dem Deutschen Marinemuseum künftig als Großexponat
für die Geschichte der Bundesmarine und Deutschen Marine zur
Verfügung.
Mit den beiden Barkassen NEPTUN und POSEIDON besteht die
Möglichkeit einer geführten Hafenrundfahrt durch die
Wilhelmshavener Binnenhäfen und dem Marinearsenal.
Zwischen November 2009 und Juni 2010 erfolgte dann die Umsetzung der
bereits seit 2006 vorliegende Planungen zur Erweiterung des
Marinemuseums und seiner Dauerausstellung. Offiziell wurde die
Erweiterung mit der Wiedereröffnung des Museums am 24. Juni 2010
abgeschlossen. Während der Bauzeit wurde das ursprüngliche
historische Werftgebäude durch moderne Anbauten und Umbauten
ergänzt. Die Nutzfläche konnte so von 800 auf 1400 m²
vergrößert werden. Das 1999 für das Museum vom Grund
der Ostsee gehobene Kleinst-Uboot SEEHUND ist jetzt vom
Außenbereich an eine geschützte und exponierte Stelle im
neuen Eingangsbereich verlegt worden. Der neue Vortragssaal, eine
großzügige Museumsgastronomie und der erweiterte Museumsshop
sind weitere Neuerungen und verbessern so den Service für die
Besucher.
::Virtual Earth
Panorama 2 3 4
Öffnungszeiten
April bis Oktober: täglich
10:00-18:00 Uhr
November bis März: täglich 10:00-17:00
Uhr
Südstrand 125
26382 Wilhelmshaven
Tel.: 04421/40084-0
Homepage:
::Deutsches
Marinemuseum
DEWI
-Versuchsfeld
für Windenergieanlagen
Das Testgelände
des Deutschen Windenergie Instituts (DEWI) liegt im Norden
Wilhelmshavens
an der Uttenser Landstraße zwischen Voslapp und Sengwarden. Das
Versuchsfeld wurde am 3. Juni 1993 in
Betrieb genommen und dient der
DEWI zur praktische Erprobung von Windenergieanlagen. Das
Kernstück des Versuchsfeldes ist ein Wind-Diesel-System, das eine
35 kW Dieselkraftanlage mit einer Windkraftanlage kombiniert. Mit
diesem System wurde es erstmals in Deutschland möglich,
Windenergieanlagen unter realen Windbedingungen zu erproben und nicht
nur zu simulieren. Hersteller von Windenergieanlagen und andere
Forschungsinstitutionen können hier ihre Neuentwicklungen
kostengünstig erproben und optimieren. Eine meteorologische
Messstation auf dem Testfeld misst im kontinuierlichen
Betrieb alle relevanten meteorologischen Größen
einschließlich der Solarstrahlung. Anfang 2003 wurde
außerdem von der Universität Hannover auf dem Gelände
des ::Jade
Windenergieparks
ein 130 m hoher meteorologischer Mast übernommen, der für die
Vermessung des AEOLUS II und für eigene meteorologische
Untersuchungen genutzt wird. Gegenwärtig befinden sich auf dem
Testgelände 13 Windkraftanlagen-Prototypen mit einer
Gesamtleistung von über 18.000 kW in der Erprobung.
1
Die
"Faust"
Die Faust von den
Künstlern Hajo Kruder und Hans-Georg Wölbern befindet sich am Ende der Fußgängerzone in
der oberen Marktstraße und ziert
seit 1985 die ::Fußgängerzone.
Die 80 cm hohe und 90 cm breite geschlossene Faust aus Gußbeton
hält eine 3,80 m lange Bronzeplanke so, dass sie als Ruhebank
für erschöpfte Einkaufsbummler genutzt werden kann. Die Faust
als gewalttätige Geste wird durch ihre Funktionalität als
Bank auf den Ausdruck von Stärke reduziert.
1
Eilhard
Mischerlich
siehe ::Geburtshaus
Eilhard Mitscherlich
Ehrenfriedhof
am Stadtpark
Der Ehrenfriedhof in
Wilhelmshaven wurde als Begräbnisstätte
der Marinegarnison im Zusammenhang mit der Planung des ::Rüstringer
Stadtparks in den Jahren 1912-1924 angelegt. Die
Aufschüttungen
für den Friedhof begannen im Februar 1914 und wurden im November
1914 beendet. Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges musste der
Ehrenfriedhof früher als geplant, nämlich bereits im August
1914 eingeweiht werden. Er wurde so zur
Ruhestätte der in den Seeschlachten des 1. Weltkrieges gefallenen
Marinesoldaten (Seegefecht bei Helgoland, Seeschlacht an der
Doggerbank, Skagerrakschlacht) sowie der Toten der
Revolutionskämpfe 1919 und des Explosionsunglückes in
Mariensiel im Dezember 1919.
Mehrere Mahn- und Ehrenmale sind auf dem Ehrenfriedhof zu
besichtigen. Unter ihren befinden sich auch zwei Mahnmale, die an
russische Kriegsgefangene erinnern (Pavillon-Denkmal [4] für die
im
1. Weltkrieg verstorbenen und eine Gedenkplatte [14] für die im 2.
Weltkrieg verstorbenen Soldaten).
Zur Erinnerung an die Toten, die auf den folgenden Kriegsschiffen um
Leben kamen, sind Gedenksteine errichtet worden: den Panzerschiffen
S.M.S Lützow [6], Deutschland [7] und Admiral-Graf-Spee [10], den
Schlachtschiffen Tirpitz [8] und Scharnhorst [11], den Zerstörern
Max Schultze [9] und Leberecht Maaß [9], dem Kreuzer Medusa [12]
sowie den gefallenen U-Boot-Fahrer beider Weltkriege [13].
Ein weiteres Mahnmal gedenkt des Matrosenaufstands von 1918/19, der
Auslöser der Novemberrevolution war und mit der Abdankung von
Kaiser Wilhelm II. zur Weimarer Republik führte. Der
ursprünglich am 20. Mai 1920 eingeweihte Sarkophag, der an dieser
Stelle von der Arbeiterschaft der Jadestädte
Wilhelmshaven-Rüstringen errichtet wurde, war den
Nationalsozialisten schnell ein Dorn im Auge, da an dieser Stelle trotz
Strafandrohungen immer wieder Kränze und Blumen niedergelegt
wurden. 1934 zerschlugen sie den Sarkophag und entfernten die
übrig gebliebenen Teile. Am 2. Mai 1989 erfolgte auf Initiative
des "Historischen Arbeitskreises" des DGB die Wiederherstellung des
Mahnmals in seiner jetzigen Form [5].
Die ::Bromberger Gedenkstätte [15] im
östlichen Teil
des Friedhofes erinnert an die Toten der Region in und um die
ehemalige deutsche Stadt Bromberg, der heutigen Wilhelmshavener
Partnerstadt Bydgoszcz. Wilhelmshaven wurde nach dem 2. Weltkrieg
Zufluchtsort vieler Bromberger und übernahm die Patenschaft
über den Heimatkreis Bromberg-Stadt und Bromberg-Land. Nach der
Wiedervereinigung wurden
vielfältige Kontakte hergestellt, die 2006 zu einer offiziellen
Städtepartnerschaft zwischen Bydgoszcz und Wilhelmshaven
führten.
Im Juni 2008 wurde am Eingang des Ehrenfriedhofs eine große
Geschichts- und Erinnerungstafel aufgestellt, die die Geschichte der
Anlage erklärt und auf die dort bestatteten 2401 Kriegstoten der
beiden Weltkriege hinweist. Die Tafel wurde im Rahmen eines Projektes
mit dem "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" von
Schülern der Agnes-Miegel-Realschule sowie Schülern der
Berufsbildenden Schule Friedenstraße in Wilhelmshaven gestaltet.
[Zahlen] = Standort der Gedenkstätten entsprechend dem
Lageplan der Geschichts- und Erinnerungstafel
::Virtual Earth
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Ems-Jade-Kanal
Der Ems-Jade-Kanal
verläuft quer durch die ostfriesische Halbinsel
und verbindet die beiden großen Meeresbuchten Dollart und
Jadebusen miteinander. Die rund 73 km lange Strecke zwischen den
Nordseehäfen Emden und Wilhelmshaven wurde in den Jahre 1880 bis
1886 gebaut. Zweck war die Anbindung des neuen preußischen
Kriegshafen Wilhelmshaven an das damals zu Preußen gehörige
Ostfriesland. Der Kanal verläuft aufsteigend von der Ems bei Emden
bis nach Aurich, um dann nach Wilhelmshaven am Jadebusen wieder
abzusteigen. Wegen des geringen Höhenunterschiedes von etwa 4,60 m
benötigt der Ems-Jade-Kanal nur 6 Schleusen. Aufgrund der
flachen Landschaft ist der Kanal als Damm- bzw.
Hochkanal ausgelegt, d.h. der Kanal
erhebt sich etwa zwei m über die umgebende Landschaft und wird
durch Dämme vor dem Auslaufen geschützt. Nur auf dem Abschnitt zwischen
Aurich-Rahe und Wiesede ist der Kanal auf einer Länge von 23
Kilometern in das Gelände eingeschnitten. Den
höchsten Punkt erreicht die Wasserstraße im
Geestgebiet zwischen Wiesens und Upschört mit einer
Wasserspiegelhöhe
von + 5,70 Metern. Schiffbar ist der Kanal nur
für Schiffe bis zu 33 m Länge, 6,20 m Breite und 1,70 m
Tiefgang. Beim Ausbau der Wilhelmshavener Hafenanlagen hatte er
eine große
Bedeutung, da auf ihm
Material wie Sand, Steine, Torf etc. transportiert wurde. Heute hat
er keine wirtschaftliche Bedeutung mehr und wird deshalb fast
ausschließlich
touristisch genutzt.
Auf Wilhelmshavener Gebiet verlief der Ems-Jade-Kanal ursprünglich
bis in Höhe der Kronprinzenstraße (heute Moselstraße),
um dann über eine Schleuse in den "Neuen Hafen" zu münden.
Die große Hafenerweiterung von 1900 und der weitere Ausbau der
Hafenanlagen am Handelshafen, Kohlenhafen und Kanalhafen haben den
Kanal zumindest optisch verkürzt, da er hier nicht als Kanal zu
erkennen ist. Er beginnt eigentlich so richtig erst an der Schleuse
Mariensiel.1991 wurde am alten Banter Hafen ein ::Denkmal
zur Erinnerung an die Toten des Bauvorhabens eingeweiht. ::Virtual Earth
1 2 3
Engel
siehe ::Skulpturenzyklus
"Hoffnung ist Wirklichkeit"
Erinnerungsstätte
Seefrieden
Am 23. August 2011 wurde die
Erinnerungsstätte "Seefrieden" am Rüstringer Berg mit einer
ökumenischen Andacht eingeweiht. Sie ist ein Ort des
Erinnerns und Gedenkens für die Hinterbliebenen von
Verstorbenen, deren sterbliche Überreste auf See bestattet
wurden.
Die direkt am Meer liegende kleine Anlage befindet sich
leicht erhöht am so genannten Rüstringer Berg und besteht
aus sechs freistehenden Holzstelen, die jahrelang als Dalben
im Nordseewasser standen und zum Befestigen von Schiffen
dienten. An den verwitterten Holzpfählen sind bzw. werden
kleine Messingschilder mit den Namen der Verstorbenen und
den geografischen Koordinaten ihrer Seebestattung
angebracht. Um die Stelen führt ein Weg zu zwei kleinen
Plätzen mit Ruhebänken, die einen schönen Blick auf die See
ermöglichen. Auf einem der Plätze befindet sich zusätzlich
eine Informationstafel mit einer Seekarte der deutschen
Nordseebucht, aus der sich anhand der Koordinaten der
Messingschildchen die konkrete Beisetzungsstelle auf See
ablesen lässt. Mehrere Granitstelen fassen die Plätze und
die darum liegenden Blumenbeete ein.
Die wohl einmalige Gedenkstätte an der Nordseeküste entstand
durch die Technischen Betriebe Wilhelmshaven (TBW) auf
Anregung des Geschäftsführers der Feuerbestattungen
Wilhelmshaven Willm Vieth. Betreiber der Anlage ist die
städtische Friedhofsverwaltung Wilhelmshaven. ::Virtual Earth
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Feuerschiff
Weser
Das Feuerschiff
Weser ist ein am Bontekai des Großen Hafens
liegendes
Museums- und Restaurationsschiff. Es wurde 1907 von der Weserwerft
(heute: AG Weser) in Bremen als
Feuerschiff
Norderney I. gebaut. Zunächst wurde das Feuerschiff vor Norderney
eingesetzt. Nach weiteren Wechseln erfolgte seine Verlegung in die
Wesermündung.
Dort tat das Feuerschiff bis zum 23. September 1981 seinen Dienst. Nach
der Außerdienststellung rettete die Stadt Wilhelmshaven das
Feuerschiff
vor der Verschrottung und übergab das Schiff in die Obhut der
Segelkameradschaft
"Klaus Störtebeker", die es wieder herrichtete und der
Öffentlichkeit
zugänglich machte.
Interessanterweise ist die Norderney I. ein Schwesterschiff der
bekannten Dreimastbark "Alexander von Humboldt", die ein Jahr
früher (1906) ebenfalls als Feuerschiff gebaut wurde. Erst
später wurde die Alex zum Segelschulschiff umgebaut und erhielt
ihr heute so markantes Aussehen. (Quelle: -> Wikipedia:
Alexander von Humboldt (Schiff)) ::Virtual Earth
1 2
Flugplatz
Wilhelmshaven-Mariensiel
Der kleine Landeplatz im
Cäciliengroden
für den Luftverkehr von und nach Wilhelmshaven wurde am 15. Juni
1927
in Betrieb genommen und wurde zunächst von der Lufthansa mit 2
regelmäßigen
Flugstrecken bedient (Hamburg- Bremen- Wilhelmshaven- Wangerooge-
Norderney-
Borkum und Wilhelmshaven- Wangerooge). Zusätzlich gründeten
die
beiden Jadestädte Wilhelmshaven und Rüstringen am 17. Mai
1928
eine eigene Luftfahrtgesellschaft, die sich gut entwickelte. Ab 1939
mussten
auf Anordnung des Reichsluftfahrtministeriums alle
planmäßigen
zivilen Flugreisen eingestellt werden. Nach dem 2. Weltkrieg lag der
Flugplatz
lange Zeit brach. Erst 1957 wurde der Flugplatz wieder als Landeplatz
hergerichtet.
Vom Flugplatz werden vor allem Reiseflüge zu den Nordseeinseln und
Rundflüge über Wilhelmshaven durchgeführt. In mehreren
Abschnitten
sind seitdem bauliche Erweiterungen des Flugplatzes erfolgt. Seit
1975.ist
der Flugplatz auch Hubschrauberbasis. Von hieraus werden die Seelotsen
zu den ankommenden Schiffen in der deutschen Bucht geflogen. Heute ist
der Flugplatz Wilhelmshaven-Mariensiel zu einem Verkehrslandeplatz mit
zwei Landebahnen, Rollwegen und sieben Flugzeughangars
herangewachsen.
Das Flugfeld mit der Nachtbefeuerung ist für alle gängigen
Flugzeugtypen
geeignet. Selbst mit Strahltriebwerken ausgerüstete Jets bis zu
einem
Gesamtgewicht von 14 Tonnen sind zugelassen. In 2007 wurde der
Flugplatz für 2 Millionen Euro zu einem Verkehrslandeplatz
für Start und Anflüge nach Instrumentenflugregeln (IFR)
ausgebaut und zugelassen. Die längere Landebahn 02/20 erhielt in
Richtung Wilhelmshaven eine Verlängerung auf jetzt insgesamt 1459
Metern und wurde mit einer neuen Landebahnbefeuerung mit
Anflugscheinwerfer für den Nachtbetrieb ausgerüstet. Das neue
Instrumentenflugverfahren soll sich auch positiv auf die
Geräuschimmissionen des Flugbetriebes auswirken, da der Flughafen
jetzt steiler und von allen Seiten angeflogen werden kann, während
es früher nur 2 Anflugkorridore gab, in denen sich die Flugzeuge
in nur 600 Metern Höhe bewegten. In 2007 feierte der Flugplatz
Wilhelmshaven-Mariensiel seinen 80. Geburtstag. ::Virtual Earth
Homepage:
::Flugplatz Mariensiel
Weitere Informationen auf der Homepage der ::Motorfluggruppe
Wilhelmshaven-Friesland e.V.
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Flutmast
Rüstersiel
Der Flutmast
im ::Rüstersieler
Hafen wurde 1995 anlässlich des 475jährigen
Bestehens des Ortes Kniphausersiel - Rüstersiel von dem bekannten
Wilhelmshavener Drehorgelspieler August Desenz gestiftet. Der Flutmast
steht auf der Nordseite der Maade vor der "Schönen Aussicht",
einem beliebten Ausflugslokal direkt am Rüstersieler Hafen. Der
Mast aus Holz soll Einheimischen und auswärtigen Gästen die
Wasserstände der verschieden "berühmt berüchtigten"
Sturmfluten anzeigen. Gekrönt wird der Mast durch die
Holznachbildung einer Tjalk, eines Segelschifftyps speziell für
das Wattenmeer. Eine Tjalk ist ein Plattbodenschiff und besitzt einen
ganz flachen Schiffsboden ohne Kiel, so dass es bei Ebbe ohne Probleme
trocken fallen, d.h. im Watt aufsetzen konnte. Ein weiteres
charakteristisches Merkmal dieses Schiffstyps sind die typischen
Seitenschwerter. Durch die im Verhältnis zu den anderen
Hauptabmessungen große Breite und Völligkeit hatten Tjalken
nur einen geringen Tiefgang und waren besonders gut zum Befahren seichter
Kanäle und Priele geeignet.
::Virtual Earth
1 2 3
Friedrich-Wilhelm-Platz
Der
Friedrich-Wilhelm-Platz ist eine Grünanlage zwischen der
Markt-
und Ebertstraße. Der 5,5 Hektar große Platz wurde
ursprünglich Anfang der 1870er Jahre als Wilhelmshavener
Marktplatz angelegt und im Januar 1870 nach
König Friedrich-Wilhelm IV von Preußen benannt. Der Platz
wurde bis in die 1950er
Jahre mit den Gleisen der Werftbahn durchzogen.
In dieser
Grünanlage steht das ::Kaiser-Wilhelm-Denkmal,
das 1970 erbaute
Park-Café
Köhler mit seinem kleinen Vogelgehege, das ::Mahnmal
Frieden-Freiheit-Wiedervereinigung, die ::Celona
Skulpturen, der ::"tu es"-Findling sowie
das ::Denkmal
eines Werftarbeiters (1982). Zur 125-Jahr-Feier 1994 wurde die
sogenannte
"Kaiser-Achse" zwischen Adalbert- und Kaiser-Wilhelm-Denkmal nach
historischem Vorbild wieder hergestellt. In der Mitte dieser Achse
befindet sich ein originalgetreuer Kandelaber als Straßenlaterne. ::Virtual Earth
1 2 3
Friesenbrunnen
Der Friesenbrunnen ist ein vom
Wilhelmshavener Bildhauer Kurt Rieger 1929/1930 geschaffener Brunnen im
Wilhelmshavener ::Kurpark.
Der 1,90 m hohe
und 4,50 m breite Brunnen aus Sandstein steht in direkter
Verbindung
zu einem im Park gebohrten artesischen Brunnen, der das Wasser aus 231
m Tiefe zur Oberfläche liefert. Das Wasser tritt durch
Überdruck
selbstständig zutage, wenn es sich zwischen zwei
wasserundurchlässigen
Schichten ansammelt und der Grundwasserspiegel höher als die
Entnahmestelle
liegt.
In seiner ursprünglichen Form (siehe Verweis auf Foto No. 2) trug
der
Friesenbrunnen auf
seinem mittleren Sockel eine Skulptur, die die Figur eines mit einem
gleichgroßen Fisch ringenden (reitenden?) Meeresgestalt (Kindes?)
zeigte. Der Verbleib der Skulptur ist
unbekannt. Im oberen Bereich der
Brunnenflügel konnte man damals den
Schriftzug "Frisch und Klar" (linke Seite) sowie "Rein und Wahr"
(rechte Seite) lesen. Auch der in den Stein gehauene Schriftzug
"Friesenbrunnen" und die Tiefenangabe "Tiefe 231 Meter" sind
gegenüber dem Original verändert. Das Original hatte einen
aufgesetzten Schriftzug mit den Angaben "Friesenbrunnen" und
der Tiefenangabe "231 M Tiefe". Das aus dem
Anfang der 1930er Jahre stammende Fotodokument zeigt übrigens
auch, dass die bräunliche Patina an den Wänden oberhalb der
Wasseroberflächen, die auf die mineralischen Bestandteile des
Brunnenwassers zurück zuführen ist, bereits damals vorhanden
war. ::Virtual Earth
1 2
Friesische
Mühlenstraße
Die "Friesische
Mühlenstraße" ist eine seit 1996 bestehende 70 km
lange Ferienstraße in Niedersachsen, mit der zehn verschiedene
Mühlen in den Landkreisen Friesland, Wesermarsch und Wittmund sowie der Stadt
Wilhelmshaven touristisch besser erschlossen werden sollen. Von den
zwei in Wilhelmshaven erhaltenen historischen Mühlen gehört
die ::Kopperhörner
Mühle der Arbeitsgemeinschaft
an. Weitere Mühlen der "Friesischen Mühlenstraße" sind:
* Vareler Windmühle in
Varel
* Rutteler Mühle in Neuenburg
* Horstener Mühle in Horsten
* Wedefelder Wasserschöpfmühle in Neustadtgödens
* Oberahmer Kornmühle in Neustadtgödens
* Accumer Mühle in Accum
* Schlachtmühle Jever in Jever
* Moorseer Mühle in Nordenham
* Seefelder Mühle in Seefeld
Neben der "Friesischen
Mühlenstraße" ist Wilhelmshaven auch Teil der ::Niedersächsischen
Mühlenstraße.
Weitere Informationen auf
der Homepage:
::Friesische Mühlenstraße
Fritz-Höger-Denkmal
Das Fritz-Höger-Denkmal im Fritz-Höger-Karree
nahe der Kirchreihe/Friedrich-Paffrath-Straße erinnert seit
Dezember 2011 an den Architekten Fritz Höger (1877 - 1949),
einen der bekanntesten Architekten des so genannten
norddeutschen Klinker Expressionismus. Fritz Höger hat
zwischen den Weltkriegen in Wilhelmshaven sichtbare Spuren
hinterlassen. Das Rüstringer Rathaus, also das heutige
::Wilhelmshavener Rathaus, die Siedlung
::Neu-Siebethsburg sowie weitere Hausgruppen z.B. im Mühlenweg
und in der Arngaststraße sind nach seinen Plänen entstanden.
Damit hat er das Wilhelmshaven Stadtbild nachhaltig geprägt.
Das Denkmal besteht aus einer gemauerten Klinkerstele, auf
der sich eine von dem Wilhelmshavener Künstler Hartmut
Wiesner geschaffene Bronzebüste Högers befindet. Die
Klinkerstele ist im Stil den Neu-Siebethsburger Häuser
nachempfunden. Die Büste ist eine der typischen
Bronzeskulpturen von Wiesner und wurde von der Bremer
Gießerei Statuarius gegossen. Gestiftet wurde das Denkmal
von der Wilhelmshavener Wohnungsbaugenossenschaft "Bauverein
Rüstringen eG" aus Anlass des neu entstanden
Fritz-Höger-Karrees, einem Bauprojekt, dass der Bauverein in
2011 mit einem Investitionsvolumen von rund 6 Millionen Euro
baute. ::Virtual Earth
Fußgängerzone
1978 wurde die
Marktstraße im Bereich zwischen
Virchowstraße und Metzer Weg zur Fußgängerzone
umgestaltet. Die Umbau erfolgte nach Plänen des Auricher
Architekten Gerd Seele. Einbezogen wurden auch Teile der anliegenden
Nebenstraßen sowie die gesamte Grenzstraße zwischen der
Peterstraße und der Bahnhofsstraße. Im Rahmen einer
Stadtsanierungsmaßnahme wurde 1988 das Umfeld des
Börsenplatzes saniert
und in die Fußgängerzone einbezogen. Dabei entstand auch die
Glasüberdachung in der Kieler Straße zwischen
Börsenplatz und Bahnhofsstraße. Dieser Prototyp sollte
ursprünglich der Anfang zu einer ganzen Reihe weiterer
Überdachungen sein, um die City auch bei Regen attraktiv zu
machen. Mangelnde Akzeptanz und finanzielle Probleme beendeten die
Fortführung des Projektes. 1997
entstand auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs und
Bahnhofsvorplatz die ::Nordseepassage
mit der so genannten Rambla in der Bahnhofsstraße zwischen
Virchowstraße und Mozartstraße. Dieser verkehrsberuhigte
Teil ist ebenfalls als Fußgängerzone gestaltet, darf
jedoch auf zwei einspurigen gepflasterten Straßen für den
Lieferverkehr und die Zuwegung zum Parkhaus der
Nordseepassage von Fahrzeugen genutzt werden. Auf der südlichen
Seite der Nordseepassage setzt sich die Fußgängerzone
über den Valoisplatz und den ::Gotthilf-Hagen-Platz
in Richtung "Großer Hafen" fort.Die
Fußgängerzone und die daran anschließende
Nordseepassage bilden die
Hauptgeschäftszone
Wilhelmshavens. In 2005/2006 wurde die aus dem Jahre 1978 stammende
Pflasterung der östlichen Marktstraße erneuert. Aufgrund der
Enge der Marktstraße wurden die gestalterischen Akzente auf die
Eingangs- und Kreuzungsbereiche beschränkt. Die Kosten der Umgestaltung betrugen trotzdem 620.000
EUR.
Das Umfeld der Wilhelmshavener Fußgängerzone wird durch
einige künstlerische Objekte aufgelockert. Folgende Kunstwerke
kann man entdecken: ::Scholle,
::Berliner Trinkbrunnen, ::Tidebrunnen,
::Lefferssäule,
::Grenzpfahl,
::die Faust
von
Wölbern und Kruda sowie eine Reihe unterschiedlicher Brunnen mit
Wasserspielen auf der so genannten "Rambla" neben der Nordseepassage. ::Virtual Earth
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